Bilder für die Website kaufen: Worauf es wirklich ankommt

Stockbilder für die Website sind günstig und rechtlich sicher. Worauf es wirklich ankommt: passende, authentische Motive, die richtige Menge, Lizenzen – und die häufigsten Fehler.

Bilder für die Website müssen Sie heute nicht mehr selbst fotografieren: Bei Stock-Anbietern kaufen Sie professionelle Fotos oft für wenige Euro – rechtlich sauber und in hoher Qualität. Entscheidend ist am Ende aber nicht der Preis, sondern ob die Bilder zu Ihrer Leistung, Ihrer Region und Ihrem Auftreten passen. Ein austauschbares Motiv, das auf hundert anderen Seiten steht, bringt weniger als ein Bild, das echt wirkt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Gekaufte Stockbilder sind günstig und – anders als ein Bild aus der Google-Suche – rechtlich abgesichert.
  • Wichtiger als der Preis: Das Motiv muss zu Ihrer Leistung passen und echt wirken, nicht gestellt.
  • Für eine typische Website reichen meist 15–20 Bilder.
  • Finger weg von den erstbesten Suchtreffern – die stehen schon auf zig anderen Seiten.

Kaufen oder selbst fotografieren?

Am stärksten wirken echte Fotos von Ihnen und Ihrer Arbeit: Ihr Team, Ihre Werkstatt, fertige Projekte. Das kann kein gekauftes Bild ersetzen, weil es Vertrauen schafft. Für alles andere – symbolische Motive, Hintergründe, allgemeine Szenen – sind gekaufte Stockbilder die schnellere und oft bessere Wahl: hohe Qualität, kein Fotograf, kein Warten auf gutes Wetter. Die beste Mischung ist deshalb meist beides: eigene Aufnahmen dort, wo es persönlich wird, gekaufte Bilder für den Rest. Bei einem Kunden haben schon drei ordentliche Handyfotos von der eigenen Arbeit gereicht, um die Startseite glaubwürdiger zu machen als jedes Stockfoto.

Wie viele Bilder Sie wirklich brauchen

Die Menge hängt von der Größe Ihrer Website ab. Als grobe Orientierung:

SeitentypEmpfohlene Bildzahl
Startseite3–6 Bilder
Je Unterseite (Leistung, Über uns …)2–4 Bilder
Typische Website (Start + 3 Leistungen + Über uns + Kontakt)rund 15–20 Bilder

Wenn Sie die Zahl vorab überschlagen, können Sie ein Bildpaket statt vieler Einzelbilder kaufen – das ist deutlich günstiger, als jedes Motiv einzeln zu bezahlen.

Woran Sie gute Website-Bilder erkennen

  • Es passt zum Thema der Seite – kein hübsches, aber beliebiges Motiv.
  • Es wirkt echt und natürlich, nicht überinszeniert oder gestellt.
  • Alle Bilder haben einen einheitlichen Stil (Farben, Helligkeit) – das wirkt aufgeräumt.
  • Es ist hell und freundlich und hat genug Auflösung, damit es auch groß scharf bleibt.
  • Gezeigte Menschen und Umgebung passen zu Ihren Kunden aus der Region.

Mein Tipp: Nehmen Sie nie das erstbeste Suchergebnis – genau diese Bilder stehen schon auf Dutzenden anderen Seiten. Scrollen Sie ein paar Seiten weiter, filtern Sie nach Ausrichtung und bevorzugen Sie Motive, die aussehen könnten wie bei Ihnen vor Ort. Bei einem Kunden haben wir zwei „perfekte“ Startseiten-Fotos wieder verworfen, weil sie exakt so beim örtlichen Wettbewerber hingen.

Jens Schulz, Trafmo

Die bekanntesten Anbieter im Vergleich

AnbieterModellBesonderheit
Adobe StockAbo oder Credit-PaketeDirekt in Photoshop & Co. integriert, sehr große Auswahl.
iStockCredit-PaketeGutes Preis-Leistungs-Verhältnis, guter Einstieg.
ShutterstockAboRiesige Bibliothek, eher für laufenden Bildbedarf.

Es gibt auch kostenlose Quellen wie Unsplash oder Pexels. Die sind erlaubt und gut gemacht – aber gerade die beliebten Motive tauchen entsprechend oft auf. Prüfen Sie hier besonders genau die Lizenzbedingungen. Für ein einzelnes Projekt lohnt sich selten ein Abo; ein Bildpaket ohne monatliche Bindung passt meist besser. Nur wer laufend Bilder braucht (Blog, Social Media, Aktionen), fährt mit einem Abo günstiger.

Lizenzen: die rechtlichen Fallstricke

Der häufigste – und teuerste – Fehler ist, einfach ein Bild aus der Google-Bildersuche zu übernehmen. Das kann eine Abmahnung nach sich ziehen. Worauf Sie achten sollten:

  • Nie Bilder aus der Google-Suche oder von fremden Websites verwenden.
  • Für die Website reicht meist die Standardlizenz des Anbieters.
  • Bei Fotos mit erkennbaren Personen auf eine Model-Freigabe achten (bei gekauften Bildern in der Regel vorhanden).
  • Je nach Lizenz muss der Urheber genannt werden – die Bedingungen des Anbieters kurz prüfen.

Bilder richtig einbinden – nicht zu groß

Gekaufte Bilder sind riesig – oft mehrere Megabyte. Laden Sie sie nicht ungekürzt hoch, sonst wird Ihre Seite langsam (und langsame Seiten kosten Anfragen). Verkleinern Sie die Bilder vorher auf eine web-gerechte Größe.

Fürs Speichern empfehle ich das WebP-Format. WebP ist ein modernes Bildformat, das bei gleicher Qualität deutlich kleinere Dateien erzeugt als das klassische JPG oder PNG – Ihre Seite lädt dadurch schneller, ohne dass die Bilder sichtbar schlechter aussehen. Alle aktuellen Browser stellen WebP problemlos dar. Vergeben Sie außerdem für jedes Bild einen kurzen Alternativtext – das hilft Menschen mit Screenreader und den Suchmaschinen. Mehr dazu im Beitrag Die häufigsten Webdesign-Fehler.

Gute Bilder sind ein wichtiger Baustein für einen professionellen Auftritt – und der entscheidet mit darüber, ob Interessenten Ihnen vertrauen. Wie Sie insgesamt überzeugend wirken, lesen Sie auf unserer Seite Reputation & Social Media.

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Häufige Fragen

Darf ich Bilder aus der Google-Bildersuche verwenden?

Nein. Die meisten dieser Bilder sind urheberrechtlich geschützt – eine Nutzung ohne Lizenz kann eine kostenpflichtige Abmahnung nach sich ziehen. Kaufen Sie Bilder bei einem Stock-Anbieter oder nutzen Sie ausdrücklich frei lizenzierte Quellen.

Was kosten Bilder für eine Website?

Einzelne Stockbilder kosten oft nur wenige Euro; im Paket wird es pro Bild noch günstiger. Für eine komplette Website mit 15–20 Bildern bleiben die Kosten meist überschaubar – deutlich günstiger als ein eigener Fototermin.

Sind kostenlose Bilder von Unsplash oder Pexels eine gute Idee?

Sie sind erlaubt und oft hochwertig – aber die beliebten Motive sind weit verbreitet und wirken dadurch austauschbar. Nutzen Sie sie ruhig, prüfen Sie aber die Lizenz und mischen Sie eigene Fotos dazu, damit Ihr Auftritt eigenständig bleibt.

Muss ich den Fotografen oder die Quelle nennen?

Das hängt von der Lizenz ab. Bei vielen gekauften Standardlizenzen ist keine Nennung nötig, bei manchen kostenlosen Quellen dagegen schon. Prüfen Sie die Bedingungen des jeweiligen Anbieters kurz, bevor Sie das Bild einsetzen.

Wie viele Bilder braucht eine Website?

Für eine typische Unternehmens-Website mit Startseite, einigen Leistungsseiten und Kontakt sind 15–20 Bilder ein guter Richtwert: etwa 3–6 auf der Startseite und 2–4 je Unterseite.